Freifahrt

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Der Interviewpodcast zum Thema Mikromobilität

26 | Laurin Hahn (SONO), wie denkt man automobile Elektromobilität neu?

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In dieser Folge spreche ich mit Laurin Hahn, dem Mitgründer von SONO Motors, einem sehr interessanten Start-Up aus München, welches ein Elektroauto baut. Aber wer wäre ich, wenn ich über irgendein Elektroauto berichten würde. Der SION ist ein Elektroauto, welches sich selbst lädt. Und zwar mittels Solarmodulen, welche quasi in die komplette Karosserie integriert sind und somit einen Großteil der Oberfläche zur Energiewandlung nutzt. Klingt naheliegend aber ist ähnlich revolutionär wie die Community Funding Kampagne, welche SONO letztes Jahr innerhalb von 50 Tagen sage und schreibe 50 Millionen Euro in die Kassen gespült hat.
Was Laurin antreibt, unkonventionelle Wege zu gehen mit Mitte 20 und was die Kultur der Partizipation und des Teilens für einen Stellenwert für ihn und sein Unternehmen haben. Darüber sprechen wir in dieser Folge.
Ihr erfahrt außerdem wie Sono der Ressourcenverschwendung nicht nur von Erdöl, sondern auch von Autos an sich, die bekanntermaßen nur 5% ausgelastet werden den Kampf ansagt.

25 | Jashar Seyfi (LIME), wie gewinnt man als amerikanisches Unternehmen den deutschen eScooter Markt?

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Viele von euch haben sie sicherlich gesehen - die Bilder von Tausenden JUMP Bikes, welche nach dem Deal zwischen Uber und Lime gerade erst verschrottet wurden. Es gab einen enormen Aufschrei in der Branche und deshalb spreche ich heute brandaktuell mit Jashar Seyfi, dem Deutschlandchef des Micromobiliy-Giganten Lime aus den USA.

24 | Mobility Roundtable mit Katja Diehl, Don Dahlmann & Christina Kunkel

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Angefangen von der Überführung der Kaufprämie in ein Konjunkturprogramm inklusive der roten Karte für Verbrenner sprechen wir darüber, wie eine Mobilitätsprämie aussehen könnte. Was diese mit Mobility-as-a-Service zu tun hat und welchen Betrag wir vier pro Monat für eine Mobilitätsflatrate ausgeben würden. Wir diskutieren über e-Scooter, ein Jahr nach ihrer Ausrollung auf deutschen Straßen und was sich in Sachen Akzeptanz, Integration mit anderen Angeboten und Infrastruktur getan hat.

23 | Nicola Büsse & Andreas Reichert (MOBIKO) - welche Verantwortung tragen Arbeitgeber für die Verkehrswende?

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Wie so häufig geht es also um einen Wandel. Diesmal hin zu einer Arbeitgeberkultur, welche die Frage, was erstrebenswert ist neu definiert. Wie ein Wertekorsett gestrickt sein muss, um nachhaltige Mobilität zu bevorzugen. Und wie wichtig Wahlfreiheit und Selbstbestimmung für das Grundbedürfnis der alltäglichen Mobilität sind.

22 | Kevin Mayne (Cycling Industries Europe) - welchen Einfluss hat Lobbyarbeit auf EU-Ebene? [engl]

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Kevin sieht sich als Transformator und sagt, dass es ihn mit Stolz erfüllt, wenn er etwas bewegen kann. Bewegt hat er übrigens mit seinem Team in den letzten Wochen etwas ziemlich großes: Nämlich, dass Urban Mobility und vor allem Fahrradmobilität in dem heute verkündeten, sogenannten Next Generation EU Konjukturprogramm überhaupt erstmal gefördert werden. Er sagt, es sei das erste Mal gewesen, dass sie praktisch auf Augenhöhe mit den Lobbisten der Automobilindustrie gehört wurden, wenngleich auch leider nicht auf dem selben finanziellen Level. Wie viel genau von den insgesamt 2,4 Billionen Euro darauf verwendet werden, steht zum Stand der Aufnahme noch nicht fest. Gefordert haben sie jedoch ein Gesamtpaket für Infrastruktur und Kaufprämien für Fahrräder in Höhe von 1,5 Milliarden Euro und sind damit nicht allein. Denn eine Studie des BMU selbst fordert ein Budget für Kaufprämien für Lastenräder in Höhe von einer Milliarde Euro.

21 | Isabell Eberlein (Changing Cities), wie gestalten wir eine Fahrradmobilität für alle?

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Unser Gespräch rollt an allerlei Themen vorbei wie dem Perspektivwechsel, welcher beispielsweise aus den Augen eines Kindes die Frage aufwerfen könnte, wer eigentlich unsere Städte und Mobilität plant? Wir sprechen darüber, wieso solch wichtige Aufgaben wie zum Beispiel für eine gleichberechtigtere Mobilitätskultur zu kämpfen eigentlich immer ehrenamtlich geleistet werden? Was das mit intrinsischer Motivation zu tun hat und wie Isabell und Changing Cities es schaffen, das Agenda-Setting in der lokalen oder nationalen Politk zu beeinflussen.
Wir reden natürlich über Pop-Up aka Corona-Bikelanes in Berlin und wieso diese weltweiten Provisorien eine seltene Gelegenheit sind für nachhaltigen Wandel. Solange der politische Wille und die gesetzliche Grundlage in Form des Mobilitätsgesetzes in Berlin vorhanden sind.

20 | Philipp Haas (TIER), wieso werdet ihr zu einem multimodalen Mobilitätsanbieter?

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Philipp ist Mitarbeiter der ersten Stunde und verantwortet seitdem die enorm schnelle Expansionsstrategie von TIER. Denn man muss sich das Wachstum mal anhand der nackten Zahlen auf der Zunge zergehen lassen: Innerhalb von anderthalb Jahren haben sie stand heute über 25.000 Scooter in über 60 Städten in 14 Ländern platziert und damit ca. 20 Millionen Fahrten gesammelt. Und jetzt haben sie auch noch die e-Mopeds von COUP, der eingestellten Sharing-Marke von Bosch gekauft und als ersten Schritt zum multimodalen Anbieter in Berlin auf die Straßen gestellt.

19 | Der Wert von Mobilität mit Sampo Hietanen - CEO von MaaS global [engl.]

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Bei dem Konzept von Mobility-as-a-Service geht es ja vor allem über ein neues Wertverständnis von Mobilität. Und nicht nur um das Ersetzen dessen was wir aktuell haben, nämlich hauptsächlich private Autos. Genau so argumentiert Sampo auch, nämlich dass die bisher vorherrschende Argumentation des rationalen Vergleichs zwischen einem Auto und einer MaaS-Flatrate nicht funktionieren. Er spricht davon, dass die Branche neue Träume und Wunschbilder schaffen muss. Und dabei sind genau Verlässlichkeit und Komfort sind laut Sampo zwei der wichtigsten Treiber für eine neue Mobilitätskultur.

18 | Wie wir eine neue Mobilitätskultur gestalten können mit Christian Scheler von ARGUS

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Wir sprechen im Groben und Ganzen über Mobilitätskultur und die Kunst des Jonglierens, welcher der Job eines Planers mit sich bringt. Denn eines habe ich gelernt, und zwar was es heißt, die Vielzahl an rechtlichen Anforderungen, individuellen Wünschen, räumlichen Gegebenheiten, politischen Zielen und multimodalen Mobilitätsangeboten unter einen Helm zu kriegen.
Ich finde das Gespräch zeigt sehr schön, wie multidimensional Mobilität und Stadtplanung sein kann und auch sein müssen. Dass die monomodale Forderung mancher Interessensgruppen häufig außer acht lässt, dass man eben gesamtgesellschaftlich mehr braucht als nur Fahrräder oder ÖPNV oder Autos.

17 | Kinderspielzeug und chinesische Produktinnovation mit Reinhard Pascher von Feishen Micromobility

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Reinhard spricht gerne von dem Begriff "surf the street", denn sein eigener Antrieb ist es, die urbane Mobilität spaßiger und nachhaltiger zu gestalten, um somit sein persönliches Zielbild von lebenswerteren Städten zu erreichen. Dafür hat er zusammen mit Feishen einen E-Scooter entwickelt, von dem sie behaupten, dass er besser ist als alles, was wir bisher auf der Straße kennen. Zum einen wegen der verbesserten Geometrie und Fahrdynamik. Zum anderen ermöglicht ihr neuestes Modell, die Akkus ohne Einsammeln der E-Scooter vor Ort zu tauschen. Um die Hintergründe von all dem zu beleuchten, sprechen wir viel über die Bedingungen der Produktentwicklung und der Produktion in China. Aber auch über kulturelle Facetten, Momente der Freude und der Überraschung.

Über diesen Podcast

Willkommen zu Freifahrt - dem Interviewpodcast für eine neue und zukunftsfähige Mobilitätskultur.

Mein Name ist Sebastian Hofer und hier frage ich mich und meine Gesprächspartner:innen sinnbildlich jede Woche wieder, weshalb es in Holland und Dänemark eigentlich selbstverständlich ist, mit einem Lastenfahrrad unterwegs zu sein und wir hierzulande immer noch kostenlosen Parkraum als Grundrecht verstehen.

Mit euch zusammen möchte ich unser aktuelles Verständnis von Mobilität auflösen und an einer wünschenswerten Zukunft unserer Fortbewegung basteln - von Mikromobilität bis zum Hyperloop.
Und deshalb spreche ich mit allerlei klugen Köpfen die uns auf neue Gedanken und Wege bringen wollen.

von und mit Sebastian Hofer

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