Freifahrt

22 | Kevin Mayne (Cycling Industries Europe) - welchen Einfluss hat Lobbyarbeit auf EU-Ebene? [engl]

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Mein Gast in dieser Folge ist Kevin Mayne - CEO von Cycling Industries Europe, also der europäischen Vereinigung und Lobbyorganisation der Fahrradbranche. Nachdem ich letzte Woche mit Isabell Eberlein von Changing Cities vor allem über den Aktivismus und die Fahrradkultur in Deutschland gesprochen habe, wollte ich von Kevin vor allem eines wissen: Wie kann es sein, dass vor allem Paris und London gerade mit unglaublichem finanziellen und politischem Engagement Fahrradmobilität fördern und Deutschland bis auf wenige Ausnahmen in Berlin oder München diese historische Gelegenheit für einen wirklichen Wandel verschläft. Oder ignoriert?

Wir sprechen also viel über seine europäische Perspektive auf die Entwicklung der Fahrradbranche in den letzten Jahren und natürlich darüber, welchen katalytischen Effekt Corona auf die Fahrradmobilität derzeit hat.

Kevin sieht sich als Transformator und sagt, dass es ihn mit Stolz erfüllt, wenn er etwas bewegen kann. Bewegt hat er übrigens mit seinem Team in den letzten Wochen etwas ziemlich großes: Nämlich, dass Urban Mobility und vor allem Fahrradmobilität in dem heute verkündeten, sogenannten Next Generation EU Konjukturprogramm überhaupt erstmal gefördert werden. Er sagt, es sei das erste Mal gewesen, dass sie praktisch auf Augenhöhe mit den Lobbisten der Automobilindustrie gehört wurden, wenngleich auch leider nicht auf dem selben finanziellen Level. Wie viel genau von den insgesamt 2,4 Billionen Euro darauf verwendet werden, steht zum Stand der Aufnahme noch nicht fest. Gefordert haben sie jedoch ein Gesamtpaket für Infrastruktur und Kaufprämien für Fahrräder in Höhe von 1,5 Milliarden Euro und sind damit nicht allein. Denn eine Studie des BMU selbst fordert ein Budget für Kaufprämien für Lastenräder in Höhe von einer Milliarde Euro.

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Vielen Dank geht an

Max Bleß von audioBoutique für das Sounddesign

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Über diesen Podcast

Freifahrt ist der unabhängige Interviewpodcast für eine neue und zukunftsfähige Mobilitätskultur.

Mein Name ist Sebastian Hofer und hier frage ich mich und meine Gesprächspartner:innen sinnbildlich jede Woche wieder, weshalb es in Holland und Dänemark eigentlich selbstverständlich ist, mit einem Lastenfahrrad unterwegs zu sein und wir hierzulande immer noch kostenlosen Parkraum als Grundrecht verstehen.

Mit euch zusammen möchte ich unser aktuelles Verständnis von Mobilität auflösen und an einer wünschenswerten Zukunft unserer Fortbewegung basteln - von Mikromobilität bis zum Hyperloop.
Und deshalb spreche ich mit allerlei klugen Köpfen die uns auf neue Gedanken und Wege bringen wollen.

von und mit Sebastian Hofer

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